Der Jugend-Preis wird zum Länderkampf

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    • Der Jugend-Preis wird zum Länderkampf

      Vorschau Berlin-Mariendorf, 07.09.2019

      Holland gegen Deutschland: Der amtierende Weltmeister und Derby-Sieger Rick Ebbinge führt die aus fünf Topfahrern bestehende Oranje-Armada an. Von den heimischen Profis könnte vor allem Thomas Panschow erfolgreich dagegenhalten. Im Finale der Silber-Serie sind beide Nationen ähnlich stark repräsentiert. Das Heinz-Mohr-Memorial rundet das erstklassige Mariendorfer Programm ab.

      Samstag, 7. September. (Start des ersten Rennens um 13.30 Uhr/ Qualifikationen und Vorab-Interviews bereits ab 12.55 Uhr).

      Beim Blick auf die Starterlisten hat man das Gefühl, dass die Derby-Woche noch nicht beendet ist. Und zwar nicht nur, weil am Samstag zwei mit jeweils 20.000 Euro Preisgeld dotierte Prüfungen auf dem Programm stehen, sondern weil nahezu alle Protagonisten, die der wichtigsten Rennwoche des Jahres ihren Stempel aufgedrückt hatten, erneut in Berlin vor Ort sind. Diese erfreuliche Tatsache tritt besonders in dem an fünfter Stelle der Karte stehenden Jugend-Preis zutage. Man muss die Annalen des erstmals 1892 ausgetragenen und somit ältesten deutschen Zuchtrennens schon intensiv durchsuchen, um ein solch erlesenes fahrerisches Teilnehmerfeld zu finden. Da außerdem acht der insgesamt zehn zweijährigen Pferde, die hier antreten, Debütanten sind, wird sich das Publikum hauptsächlich an den Namen jener Männer orientieren, die im Sulky sitzen. Der erste Blick gilt sicherlich dem amtierenden Weltmeister und Derby-Sieger Rick Ebbinge. Ein Sportler, dem jeder Veranstalter nur allzu gerne den roten Teppich ausrollt.

      Der 35-Jährige steuert den Hengst Winnetou Diamant, dessen Mutter Needyou Diamant in ihrer Laufbahn 19 Siege erzielte. Mit der Position fünf hat Ebbinge eine akzeptable Ausgangslage erwischt und die in Wolvega erfolgte Qualifikation in 17-er Zeit war mehr als ordentlich. Unbedingt berücksichtigen sollte man aber den Umstand, dass der Youngster von Paul Hagoort trainiert wird und sich dessen erster Mann im Stall – nämlich Robin Bakker – für den Trainingsgefährten Wild West Diamant entschieden hat. Dessen Mutter Mustang’s Sally gewann nicht nur über 88.000 Euro Prämie, sondern triumphierte sogar in Vincennes. Ihr Nachfahre scheint in die gleiche Art zu schlagen, denn er trommelte – ebenfalls in Wolvega – eine 16,2-Qualifikationszeit auf das Geläuf. Der schnellste Schnitt im Feld ist natürlich eine ausgezeichnete Empfehlung. Und sollten sich die Erwartungen trotzdem nicht erfüllen, darf Paul Hagoort sogar noch auf ein drittes Pferd hoffen: Auf den von Heinz Wewering gesteuerten Black Cash, einen Sohn des Amérique-Helden Ready Cash.

      Der von Dion Tesselaar vorgestellte Natorp Bo und dessen Trainingsgefährtin Namanga Bo (Jaap van Rijn) werden ebenfalls in den Niederlanden auf ihre Aufgaben vorbereitet, während Cash n Go New York zwar auch einen Fahrer mit holländischem Pass, nämlich Mario von Dooyeweerd, im Sulky hat, der sich aber ebenso in Frankreich bestens auskennt. Die Startberechtigung verschaffte sich der Hengst daher auf der Bahn in Laval und vom Pedigree ist er ohnehin tief im Mutterland des Trabersports verwurzelt. Seine Mutter Karina Jet verdiente stolze 181.381 Euro Prämie. Richtig international geht es obendrein bei Mystic Dream zu: Ihr schwedischer Trainer Mats Strandqvist ist seit Ewigkeiten in Österreich ansässig und hat mit Michael Schmid einen deutschen Fahrer verpflichtet, um den es in letzter Zeit zwar etwas ruhiger geworden ist, der aber nichts von seinem Können verlernt hat und weiterhin eine große Fangemeinde besitzt.

      Die besten Chancen der heimischen Sportler dürfte aber Thomas Panschow besitzen. Gewiss: Die Kilometerzeit von 1:19,0 min., die sein Schützling Baltic Star beim Erstauftritt erzielte, ist noch verbesserungsfähig und der Startplatz 9 in der zweiten Reihe ist auch nicht unbedingt der Hit. Die Manier aber, in der Baltic Star – ein Sohn der 39-fachen Siegerin Baltica de Bellouet – das am Derby-Finaltag entschiedene Gerhard-Krüger-Memorial gewann, war zukunftsweisend und vielleicht hat der von Holger Neumann betreute Hengst tatsächlich das Zeug dazu, ein Star zu werden. Nach einem Rennen in der Außenspur schien der Youngster im Schlussbogen zunächst geschlagen zu sein – doch der vermeintliche Schwächemoment war in Wirklichkeit nur eine kurze Verschnaufpause und Thomas Panschow konnte den Braunen im Anschluss in überaus gekonnter Weise neu motivieren. Angesichts dieser bärenstarken Leistung ist Baltic Star erneut über Emoji (Hannu Voutilainen), die im Memorial Dritte wurde, sowie Drafi Hall (Thomas Panschow) zu stellen.

      Genauso wie im Jugend-Preis geht es auch im Finale der Silber-Serie, dem 7. Rennen, um 20.000 Euro Prämie. Eine Prüfung zum Zunge schnalzen, denn fünf der acht Starter treten als frische Sieger an! Larsson hat sich unter Heiner Christiansens Fittichen zu einem echten Publikumsliebling entwickelt und scheint nun auch mit dem Rechtskurs immer besser zurechtzukommen. Michael Nimczyk und Laurel Park sind ebenfalls ein eingeschweißtes Team und besonders von vorne aus stark. Gleich die ersten Meter dürften sich also sehr spannend entwickeln. Hollywood Star (Dion Tesselaar), Hunter Montana (Michel Rothengatter) und Hector Boko (Jaap van Rijn) schlugen sich in Wolvega, Duindigt und Groningen in durchweg stark besetzen Prüfungen prächtig und den absoluten Vogel schoss die zu Stefan Schoonhoven gewechselte Super Queen C ab. Sie kam im Einlauf als Riesenaußenseiterin anmarschiert und gewann souverän. Honesty Newport (Robbin Bot) ist die Zuverlässigkeit in Person und falls Glaedar (Thorsten Tietz) die phänomenale Verbesserung der vergangenen Wochen fortsetzt, kann er allen ein Schnippchen schlagen. Eines ist sicher: Keines der acht Pferde darf man aus den Überlegungen streichen.

      Hier den richtigen Riecher zu entwickeln, ist daher für die V7+ enorm wichtig. Die Wette beginnt im 2. Rennen – also unmittelbar nach dem Renntagsauftakt, bei dem Gwendoline Go (Thorsten Tietz) die prominenteste Rolle spielen dürfte. Gleich die erste Aufgabe ist für die Freunde der mit 10.000 Euro Garantie versehenen Kombiwette eine Herausforderung, denn die Favoriten Falco (Anna-Lisa Kunze) und Gobelin (Simon Siebert) sind in dieser Prüfung, die als Heinz-Mohr-Memorial ausgetragen wird und daher einen hohen Stellenwert genießt, keineswegs eine felsenfeste Bank. Im 3. Rennen ist neben den drei aktuellen Siegern Bavaro (Michael Nimczyk), Justus Love (Jorma Oikarinen) und Classic Royale (Thomas Panschow) auch Extravaganza (Thorsten Tietz) hochinteressant, denn die Dreijährige lieferte eine sensationelle 14,8-Qualifikation ab. Ein Schnitt, der auch für die im 4. Rennen startende Jane Attack (Michel Rothengatter) keine große Hürde darstellt. Die im Stutenderby-Finale an Fehlern gescheiterte Vierbeiner-Lady sollte sich rehabilitieren.

      Das 6. Rennen – der Walter-Föllmer-Geburtstagspreis – glänzt mit 13 Teilnehmern. Das wird für alle Freunde einer gepflegten Wette also eine verdammt harte Nuss. Am beständigsten scheint derzeit G.G.‘s Victoria (Simon Siebert) zu sein. Aber zuhause ist die Stute noch lange nicht und unter ihren zwölf Gegnern befindet sich kein einziges Pferd, das man auslassen kann. Nicht nur im Rahmen der V7+, sondern auch bei der Dreier- und Viererwette ist daher mit gigantischen Quoten zu rechnen. Dass es für die richtige Einschätzung eine enorme Rendite geben wird, garantiert auch das abschließende 8. Rennen. Denn hier treten ausschließlich in Frankreich gezüchtete Traber an und das Publikum kennt die vielen Unwägbarkeiten. Das beste Beispiel ist der Mitfavorit Dream Gibus (Anne Lehmann): Gerade als alle Wege in Richtung auf eine goldene Zukunft zu führen schienen, erfolgten die ersten Rückschläge. Der Wallach muss sich diesmal wieder seiner Tugenden besinnen, falls er sich gegen City du Saptel (Heinz Wewering), Fanny Hill (Michael Nimczyk), Diego de Busset (Thomas Heinzig) und Diego du Bellay (Manfred Zwiener) behaupten will.

      Die Wett-Highlights am 7. September

      Prämienausspielung um Wettgutscheine und Sachpreise im Wert von 1.100 Euro über die Siegwette der Rennen 1-8.

      1. Rennen -Daily Double-Rennen.
      2. Rennen -Start der V7+ Wette mit 10.000 .- € Garantie.
      3. Rennen -Sieg-Jackpot 2.000.- €.
      4. Rennen -4.000.- € Garantie in der 3er Wette.
      5. Rennen -Sieg-Jackpot 2.000.- €.
      6. Rennen -Mit 3er und 4er Wette.
      7. Rennen -4.000.- € Garantie in der 3er Wette.
      8. Rennen -Sieg-Jackpot 2.000.- €.


      Unsere Tipps:

      1. Gwendolina Go – Cherry Lady S – Hoe Well
      2. Falco – Gobelin – Panasonic Diamant
      3. Extravaganza – Bavaro – Justus Love
      4. Jane Attack – Man U – Go for Gold
      5. Wild West Diamant – Natorp Bo – Baltic Star
      6. G.G.‘s Victoria – Cora Sun – Chaplin – Whirlwind BR
      7. Laurel Park – Larsson – Glaedar
      8. Dream Gibus – City du Saptel – Fanny Hill
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