Drei Rennen vor der Sommerpause

    • Drei Rennen vor der Sommerpause

      Vorschau Gelsenkirchen 10.07.2019

      Seriensieger Volare Gar bekommt es mit veritablen Herausforderern zu tun – De Vlieger-Doppet trifft gute dreijährige Stuten – Letzte Tests vor dem Derby-Meeting für Cash, French Connection, Klingande und Co.

      (GelsentrabPR) – Der Trabrennverein in Gelsenkirchen verabschiedet sich am Mittwochmittag mi einem Kurzprogramm in die Sommerpause. Ab 12.10 Uhr stehen drei Prüfungen auf der Karte, die jeweils eine qualitativ wie quantitativ gute Besetzung gefunden haben und als PMU-Rennen mit deutlich erhöhter Dotation auf dem französischen Spartensender Equidia übertragen werden.

      Serie in Gefahr

      Besonderes Interesse verdient der an zweiter Stelle ausgetragene »Wettstar-Juli-Cup«, in dem Stall Habos Volare Gar seiner eindrucksvollen Serie von fünf Siegen einen weiteren Volltreffer hinzufügen will. Robbin Bot wird es als Vertretung von Champion Michael Nimczyk im Sulky allerdings nicht leicht haben, den gebürtigen Italiener vor allen neun Mitstreitern über die Linie zu bugsieren. Gegenwehr erwartet das Gespann vor allem von Elano di Quattro (Jo Corbaine), der erstmals seit 2016 wieder im GelsenTrabPark antritt und zwei frische Siege als Empfehlung aus Belgien mitbringt. Hector Boko (Jaap van Rijn) kann aktuell keine so erfolgreiche Bilanz vorweisen, verfügt aber bekanntlich über einiges an Laufvermögen und hat sich zuletzt mit einem überraschenden Ehrenplatz in Wolvega (NL) in Erinnerung gebracht.

      Der prominent gezogene Schwede aus der niederländischen Derbysiegerin von 2008, Yucca Boko, hätte den ersten Jahreserfolg ebenso verdient wie General Lee (Rob de Vlieger), der auf dem Gelsenkirchener Rechtskurs außer beim Debüt praktisch nie enttäuscht hat und beim Aufeinandertreffen Mitte Mai vor dem Bahnspezialisten Mr Bathuan Byd (Jan Thijs de Jong) ins Ziel kam. Die Roland Hülskath anvertraute Deutschland-Debütantin Goo River Flevo wird sich gegen diese Konkurrenten wohl ebenso vornehmlich auf ein Platzgeld konzentrieren wie William Scott (Wolfgan Nimczyk) und Heras Grand Dame (Jochen Holzschuh).

      De Vlieger-Doppel vs. dreijährige Stuten

      Spannender Sport erwartet die Trabergemeinde auch in der Auftaktprüfung für die Klasse bis 6.000 Euro Gewinnsumme. Hier gehen ebenfalls zehn Pferde an den Ablauf, von denen gleich eine ganze Reihe für den Platz ganz vorne in Betracht kommt. Für die zu erwartende Kampfankunft bestens gerüstet scheint Rob de Vlieger, der gleich zwei heiße Eisen im Feuer hat, wobei er mit dem schmucken Fuchswallach I can steel selbst nicht unbedingt bessere Chancen hat als Thomas Bos mit I’ll be there. Die beiden Vierjährigen kreuzten die Klingen bereits am 19. Mai in der Feldmark, mit dem deutlich besseren Ende für den dunkelbraunen Sieger.

      In Acht nehmen muss sich das de Vlieger-Doppel vor der dreijährigen Belgierin Melting Pot (Jo Corbanie), aber auch deren Altersgefährtinnen Jetway Fortuna (Cees Kamminga), ihrerseits vierte im »Buddenbrock-Rennen«, und die in der Stutenabteilung des Mariendorfer Klassikers drittplatzierte Janske Beemd (Jeffrey Mieras) werden sich beim letzten Test vor Beginn des Derby-Meetings sicher einiges vorgenommen haben.

      Letzte Tests vor dem Derby-Meeting

      Letzteres gilt selbstverständlich auch für die Vertreter des Geburtenjahrgangs 2016 im abschließenden »Preis von Mauron«, in dem Cash nach zwei Disqualifikationen beweisen muss, dass er seinem Namen in Zukunft Ehre machen kann. In neuer Hand von Jaap van Rijn trifft der Ready Cash-Sohn dieses Mal auf den bulligen French Connection (Cees Kamminga), der nach seinem starken Debüt in Dinslaken zuletzt in der Hauptstadt von den Beinen kam und angehalten wurde, aber auch der bei bis dato drei Starts zweimal siegreiche und einmal zweitplatzierte Rheingold (Robbin Bot) wird das Feld nicht kampflos räumen.
      Ob dies auch für Klingande (Heinz Wewering) gilt, bleibt abzuwarten. Die Stute ließ nach ihrem bärenstarken Einstand zweimal jeglichen Biss vermissen und endete als Fünfte jeweils enttäuschend. Will die Katjes-Tochter eine prominente Rolle im »Stutenderby« spielen oder gar ihrer Halbschwester Kataja (Siegerin 2009) nacheifern, wird sie sich erheblich steigern müssen.

      Tipps Gelsentrab:

      1. Rennen: I’ll be there – I can steel – Melting Pot

      2. Rennen: Volare Gar – Elano di Quattro – Hector Boko

      3. Rennen: Cash – French Connection – Rheingold
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    • @Dip

      als Experte für GE und V-Rennen Vorschauschreiber. Hast du oder irgendjemand auf diesen Planeten ein Video von der 7 Melting Pot im 1. Rennen? Die Belgierin lief bei den bisherigen 4 Auftritten leider immer außerhalb von PMU-Veranstaltungen und ein Video ist von meiner Seite aus nirgends aufzufinden. Zuletzt war die Dreijährige mit einer sehr guten Abstammung von einem bisher ungeschlagen vom Quartier Hagoort bezwungen.

      Ich würde gern diese Leistung sehen wollen um mir ein abschließendes Bild von dem Pferd zu machen und die Stute mit den morgigen Gegnern vergleichen.

      Das Geld liegt auf der fanzösischen Straße - nur ohne Video kann man es nicht einsammeln.

      Ich wäre dankbar.
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      alexander schrieb:

      @Dip

      als Experte für GE und V-Rennen Vorschauschreiber. Hast du oder irgendjemand auf diesen Planeten ein Video von der 7 Melting Pot im 1. Rennen? Die Belgierin lief bei den bisherigen 4 Auftritten leider immer außerhalb von PMU-Veranstaltungen und ein Video ist von meiner Seite aus nirgends aufzufinden. Zuletzt war die Dreijährige mit einer sehr guten Abstammung von einem bisher ungeschlagen vom Quartier Hagoort bezwungen.

      Ich würde gern diese Leistung sehen wollen um mir ein abschließendes Bild von dem Pferd zu machen und die Stute mit den morgigen Gegnern vergleichen.

      Das Geld liegt auf der fanzösischen Straße - nur ohne Video kann man es nicht einsammeln.

      Ich wäre dankbar.
      @alexander

      Videos aus Belgien gibt es auf den obligatorischen und herkömmlichen Wegen des www eher selten, bzw. nur sporadisch zu finden. Über Melting Pot existiert in der Tat noch nichts auf youtube und Co.

      Man kann allerdings auf einer Bezahl-Seite Videos von allen belgischen Bahnen der letzten 12 Monate im Archiv einsehen. Das Jahres-Abo kostet 60 €, für ein Tagesticket über 24 Stunden zahlt man 1,99€ in Form einer einzigen SMS. Dafür hast du dann eine Archiv-Übersicht über alle(!) belgischen Bahnen für den Zeitraum eines ganzen Jahres. Das alles funktioniert zudem relativ einfach unter hippodia.eu

      Zu Melting Pot: Ich denke, die Stute ist morgen nicht ganz chancenlos, auch wenn sie zuletzt gegen das Hagoort/Bakker-Pferd kein Land sah, auch nie besser im Rennen lag und recht deutlich geschlagen war. Zu berücksichtigen gilt aber sicherlich die Tatsache, dass sie aus einer knapp achtwöchigen Pause kam und Maya Turbo definitiv ein besseres Pferd wird, sofern sie gesund bleibt.
      Der leichte Sieg von Melting Pot mit Jos am 23.März gibt allerdings noch reichlich Kredit. 15,2 über 2300m außen herum geht in Mons nicht jede dreijährige Stute, und auch wenn morgen eine etwas stärkere Gegnerschaft auf sie wartet, ist sie meiner Ansicht nach nicht chancenlos.

      Aktuell weiß ich leider noch nicht, ob wir morgen Vorab-Interviews führen. Falls ja, werde ich mal bei Jo Corbanie anklopfen und ihn zu der Stute befragen, sofern er denn zeitig auf der Bahn ist und er vor allem auch die Rückfahrt aus Chateaubriant, wo er im übrigen gleich im 5.Rennen gegen 16.10 Uhr mit seinem einzigen Starter (und zugleich einem seiner Lieblinge) Valentino Strix eine recht passende Aufgabe angeht, gut und problemlos überstanden hat.
    • 1.300€ Umsatz auf der Bahn! Ok, 3 Rennen in der Mittagspause, trotzdem Wahnsinn. Dass es so etwas mal in Traber-Deutschland gibt... 82 Millionen Deutsche wetten insgesamt 8.000€ auf die Rennen in GE, 66 Millionen Franzosen vermutlich knapp 1 Mio.€ ... Auch das werde ich nie verstehen!!!

      Nur nebenbei - 8 von 9 plazierte Pferde wurden von holländischen Fahrern gesteuert. Heinz the champ konnte die holländischen Festspiele in einem kleinen Punkt stören...
    • Was war denn am deutschen Toto außer der V3 überhaupt bewettbar ?
      Gar nicht hingeschaut.

      Sag ich doch immer, mit deutschem Trabrennsport hat das hier im Westen nicht mehr viel zu tun.
      Wer will das noch sehen ?
      Nur noch die letzten Eingefleischten.


      Loser

      Auge klappt manchmal noch.
      Muß ja auch die karge Rente aufbessern.
      Zweierwette hätte ich um die 200 geschätzt
      Damit hat sich die PMU meiner Meinung nach keinen Gefallen getan.
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      Heron schrieb:

      Nur nebenbei - 8 von 9 plazierte Pferde wurden von holländischen Fahrern gesteuert. Heinz the champ konnte die holländischen Festspiele in einem kleinen Punkt stören...
      Nehmen wir nur einmal van Rijn. 2 absolute Klassefahrten. Hektor bekommt er gut vom Start und bleibt neben Bot liegen und wehrt sich nur gegen Elano vor den Tribünen um dann Volare aus der Todesspur heraus zu besiegen. Warum fährt er so ? Weil er seine Gegner kennt. Elano ein Mäuschen, welches er nicht vor sich haben will. Er weiss nicht nur die Stärken seines Pferdes einzuschätzen sondern auch die dernGegner. Deshalb kann er seine Taktik auf ein fundiertes Gerüst aufbauen. Im Gegensatz zu so manchen deutschen Fahrern/Trainern.
      Cash hatte er noch nicht gefahren und macht mMn alles richtig. Im Schlussbogen dachte ich, dass er jetzt entweder absteigen kann oder im Einlauf der Fehler kommt. Doch v.Rijn gibt ihm Ende des Schlussbogens noch einmal die Gelegenheit sich zu sammeln und im Einlauf unter genau dosierten Hilfen zu finishen. Hätte fast noch gereicht.
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      Heron schrieb:

      1.300€ Umsatz auf der Bahn! Ok, 3 Rennen in der Mittagspause, trotzdem Wahnsinn. Dass es so etwas mal in Traber-Deutschland gibt... 82 Millionen Deutsche wetten insgesamt 8.000€ auf die Rennen in GE, 66 Millionen Franzosen vermutlich knapp 1 Mio.€ ... Auch das werde ich nie verstehen!!!

      Nur nebenbei - 8 von 9 plazierte Pferde wurden von holländischen Fahrern gesteuert. Heinz the champ konnte die holländischen Festspiele in einem kleinen Punkt stören...
      Holländische Meisterschaften mit deutscher Behinderung und französischer Bewettung! :| 8o =O
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      gambler schrieb:

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      Heron schrieb:

      Nur nebenbei - 8 von 9 plazierte Pferde wurden von holländischen Fahrern gesteuert. Heinz the champ konnte die holländischen Festspiele in einem kleinen Punkt stören...
      Nehmen wir nur einmal van Rijn. 2 absolute Klassefahrten. Hektor bekommt er gut vom Start und bleibt neben Bot liegen und wehrt sich nur gegen Elano vor den Tribünen um dann Volare aus der Todesspur heraus zu besiegen. Warum fährt er so ? Weil er seine Gegner kennt. Elano ein Mäuschen, welches er nicht vor sich haben will. Er weiss nicht nur die Stärken seines Pferdes einzuschätzen sondern auch die dernGegner. Deshalb kann er seine Taktik auf ein fundiertes Gerüst aufbauen. Im Gegensatz zu so manchen deutschen Fahrern/Trainern.Cash hatte er noch nicht gefahren und macht mMn alles richtig. Im Schlussbogen dachte ich, dass er jetzt entweder absteigen kann oder im Einlauf der Fehler kommt. Doch v.Rijn gibt ihm Ende des Schlussbogens noch einmal die Gelegenheit sich zu sammeln und im Einlauf unter genau dosierten Hilfen zu finishen. Hätte fast noch gereicht.
      Vollkommen richtig was du schreibst, Hector war gestern das Einsatzpferd, die Fahrt seine Hand einfach ein Traum, hält den schwierigen hoch expolosiven Hector ruhig um bei den letzten 09.8 Volare Gar aus der Hand Volare Gar zu besiegen. Mit Cash habe ich ihn ebenfalls gespielt, kann ihm keinen Vorwurf machen, im Gegenteil Cash lief glatt griff frühzeitig an, das Pferd ist aktuell nicht besser. Wie Rijn Hector als Trainer auch wieder hinbekommen hat, ist aller Ehren wert.

      Rijn braucht nach dem Rennen nicht Besitzer anrufen, um sich für Fahrfehler zu entschuldigen, wie mancher wie man hört, weil Rijn keine Fahrfehler macht. Rijn macht sich bei den Wettern auch nicht unbeliebt, weil er sich im Rennen wie ein Profi verhält. Rijn kennt die Gegner, trägt seine Pferde rennengerecht vor. Man mag die Namen der anderen Fahrer im dt. Rennsport wie Franzl, Gentz auch Nimczyk gar nicht mehr nennen, deren Fahrfehler nicht mehr aufzeigen, es ist müßig. Rijn ist eine andere Liga, er kann geradeaus fahren, nicht nur deswegen ein kommender Champ ein Vollstrecker, ein Ausnahmetalent ein Jahrhunderttalent. Weltklasse!!! Seine Siege mit Juan Le Pins und Jacky Bros am 30. Juni waren keine Eintagsfliegen, tolle Arbeit und im Rennen ALLES richtig gemacht.

      Ich würde JEDEM Besitzer empfehlen seine Pferde Rijn zu überstellen, wie es Stall Habo teilweise macht (1 mit Stern**) ihn zu fördern, es wäre eine Win Win Situation für alle. Rijn vergrault keine Besitzer und KEINE WETTER. Und wenn die Pferde nach Holland übergehen, dann ist es so, die deutschen Fahrer sind zu 90 % nicht mehr mitanzuschauen!!!!