Super Nice zum Start in den Super-Renntag? - Quinte 15. Mai 13.50h Caen

    • Super Nice zum Start in den Super-Renntag? - Quinte 15. Mai 13.50h Caen

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      Ein hochklassiger Renntag wird mit einer Königswette eröffnet. Dabei sucht man vergeblich nach frischen Siegern. Bis auf Charly De L´Aunay (8) hat sogar noch keiner der Teilnehmer in diesem Jahr eine Partie für sich entscheiden können. Und dennoch hat das Rennen einen klaren Favoriten. Die Rede ist von Super Nice (12). Der Hengst trifft es heute deutlich passender als beim letzten Start in Vincennes an. Selbst wenn er es nicht nach ganz vorne schaffensollte, ist eine Quinte ohne die Goop-Farbe kaum vorstellbar.

      Prix Georges Dreux / 13.50h / 37.000 Euro - 2.450m Bänderstart
      Zur Wettabgabe: trotto.de/rennen/Trab/Frankreich/Caen/150519030101

      SUPER NICE (12) wurde nur sehr gezielt im Wintermeeting eingesetzt und konnte bei drei seiner vier Starts überzeugen. Die Ränge Drei, Vier und Fünf, inklusive eines neuen Rekords, kamen alle auf Gruppeniveau zu Stande. Lediglich zu Beginn des Jahres musste Trainer Björn Goop einen Ausfall hinnehmen. Die anschließende Pause wurde am 13. April beendet. Dabei lag er durchweg im hinteren Drittel, machte aber aus dem letzten Bogen noch einmal viel Boden gut, obwohl er keine Zugmaschine fand. Hinter viel Qualität reichte es zu einem fünften Platz. Die Klasse die vor ihm im Ziel war, ist in diesem Feld nicht zu finden, weshalb ihm zurecht die Favoritenrolle zufällt. Noch dazu ist er rechtsrum in Frankreich bisher bestens aufgelegt gewesen.

      Der großartige CHARLY DE L´AUNAY (8) ist ein Kämpfer der besonderen Art. Aber bei den letzten beiden Starts stieß er an seine Grenzen. In der Quinte Mitte Februar in Vincennes steuerte Laurent Michel David seinen Star, wie so oft, früh an die Spitze. Dabei hielt er das Tempo hoch. Zu hoch wie sich bald herausstellte. Das Duo musste trat bald auf der Stelle und endete unplatziert. In Cordemais wurde der Wallach trotz Zulage wieder von vorne gesteuert und diesmal im letzten Bogen überlaufen. Diesmal konnte er sich aber noch in die Gelder retten. Er muss heute ein wenig ökonomischer vorgetragen werden, aber Caen ist für Frontrenner ein perfektes Pflaster.

      Wie gefährlich BELLE LOUISE MABON (5) werden kann, wenn sie endlich mal ein halbwegs passables Rennen erwischt, konnte man am 19. April bestaunen. Hinter drei Klasse-Pferden holte sich die Stute aus dem Hause Dreux den vierten Rang. Dabei musste der Trainer und Besitzer aus dem letzten Bogen noch einen Tick zu früh aus der Deckung und verlor sofort ein paar Längen mehr auf die Spitze. Was bei den Starts zuvor an besseren Plätzen verschenkt wurde, geht auch auf die Kappe von Yves Dreux, der unterwegs teilweise Längen auf die Vorderleute verloren hat. Der Einlauf ist lang genug um ihren Speed perfekt einzusetzen. Aber die Pace wird voraussichtlich auch schnell genug sein um den Anschluss zu verlieren.

      Ähnliche Probleme hat auch Michel Lenoir mit seinem BALZAC DE SOUVIGNE (14). Anfang April kam er in La Capelle aus dem zweiten Band viel zu spät auf Touren. Lenoir musste alle Register ziehen um noch das Podest zu erreichen. Der Lontzac-Sohn wurde Anfang Mai mit vier Eisen an den Start gebracht. Der Trainer dürfte dabei schon die heutige Aufgabe im Blick gehabt haben.

      In der zweiten Jahreshälfte 2018 hat COBRA AR CARC (11) die Gewinnsumme, die er in den Monaten zuvor aufgenommen hat, zu spüren bekommen. Es gab zwar immer noch gute Platzierungen, aber erst im Februar diesen Jahres einen Sieg zu bejubeln. Zuletzt verschaffte Anthony Barrier dem Wallach in Laval nach früher Führung ein geschontes Rennen hinter der Spitze. Auch aus dem finalen Bogen schien der Catchdriver noch reichlich Reserven für den Schlussspurt zu haben. Aber wie aus dem Nichts unterlief dem 7jährigen ein Fehler, der nicht mehr auszubügeln war. Ein neuer Tiefpunkt, der aber heute wieder wettgemacht werden kann.

      BAILEYSE (10) kämpfte in La Capelle nach gutem Verlauf tapfer, musste aber unter anderem Balzac De Souvigne ziehen lassen. Am Ende war es der fünfte Platz, bei dem nicht mehr viel zu halten war. Die Nähe zu dem erneuten Gegner war aber der entscheidende Hinweis, dass die gute Form fortgesetzt wurde. In den erweiterten Wetten ist die 8jährige gut aufgehoben.

      Mit seiner leicht ansteigenden Form ist BERRY FELIN (15) hier gut untergekommen. Der Höhepunkt der laufenden Saison war mit Sicherheit der sechste Rang auf Gruppe III-Niveau in Angers. Das der Hengst dabei nicht mehr seinen bestens bekannten Speed einsetzen konnte, verwunderte anhand der hochklassigen Konkurrenz wenig. Aber mit viel Kampfgeist hielt er noch einen formstarken Gegner auf Distanz. Im Rahmen der Trophee Vert fehlte ihm im langen Einlauf von Ecommoy auf den letzten Metern ein wenig der Biss. Der grüne Untergrund ist aber auch nicht sein Hauptbetätigungsfeld.

      DIEGO DU GUELIER (13) ist eine harte Aufgabe für Trainer Dominique Mottier. Kurz nachdem der Hengst das Criterium der 3jährigen gewann, geriet mächtig Sand ins Getriebe. Auch ausgedehnte Pausen brachten keine Verbesserung. Aber Anfang März gab es so etwas wie einen Lichtblick. Auf der ersten Etappe des Grand National Du Trot bekam der Kepler-Sohn von Matthieu Mottier aus dem ersten Band einen geschonten Transport und setzte sich zum Dank für den vierten Rang ein. Durch den disqualifizierten Sieger gab es noch ein Upgrade auf das Podium. Einen Start später kam er in Agen wieder mit vollem Beschlag an den Start und hatte auch wieder eine Zulage gegen sich. Er hatte einen aufwendigen Letzten Kilometer, machte zwischendurch aber einigen Boden gut. Ganz durchziehen konnte er seinen Speed nicht. Er bleibt schwer einzuschätzen.

      CAVIVAR DU VIVIER (4) hat sich in diesem Jahr in gute Form gelaufen, aber hat dabei nur zweitklassiges Niveau getroffen. In Cholet machte er schnell seine Zulage wett, hatte aber im Einlauf auf den letzten Metern seine schweren Beine gespürt. Er gehört wohl im besten Fall in die Kombinationen.

      ARON THE BARON (3) wechselte nach dem kurzen Intermezzo bei Jeppe Juel noch einmal den Trainer. Aber auch Tomas Malmqvist konnte noch nicht die große Wende herbeiführen. Mit dem zweiten Platz in Cordemais gab es aber im März einen Ansatz, der zuletzt auch unter dem Sattel eine Fortsetzung fand. Als Dritter wurde der Wallach aber nach Überprüfung noch disqualifiziert.

      Für den ehemaligen Gruppe-Sieger BADIUS DE TILOU (6) lohnt es sich nach wie vor ein Kreuz zu investieren. Auch wenn der Formenspiegel grauenvoll daherkommt, ist er nicht mehr weit von einem Auftritt in den Wetten entfernt. Ende April schien es in Vincennes schon so weit zu sein, aber beim letzten Forcieren konnte Nivard sich noch so sehr Mühen. Die Luft reichte noch nicht bis ins Ziel.

      Für zwei Montepferde bleibt der Weg auf den Wettschein verwehrt. DRYADE DU PARC (7) und BARAKA DE LOU (9) haben in Zukunft passende Aufgaben auf dem Plan.

      In dem relativ kleinen Feld fällt es schwer noch zwei Kandidaten restlos für die Quinte zu streichen. Aber was NOW OR NEVER FLAIR (1) und FABRICE DUO (2) in den letzten Monaten anzubieten hatten, kann beim besten Willen nicht für die ersten Fünf reichen.

      Tipp:
      SUPER NICE (12)
      CHARLY DE L´AUNAY (8)
      BELLE LOUISE MABON (5)
      BALZAC DE SOUVIGNE (14)
      COBRA AR CARC (11)

      Für die Kombinationen: BAILEYSE (10) - BERRY FELIN (15)