"Aubrion" mit halber Kraft? - Quinte 15. März 13.45h Caen

    • "Aubrion" mit halber Kraft? - Quinte 15. März 13.45h Caen

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      Die Rückkehr von Aubrion Du Gers (1) gehört sicherlich zu den Highlights der Woche. Das ist auf jeden Fall für Jean Michel Bazire der Fall, wie er kürzlich im Interview verriet: "Ich kann es kaum erwarten wieder in seinem Sulky zu sitzen." Für das Comeback hat sich Bazire eine sehr passende Aufgabe rausgesucht. Angesprochen in dem Frei für Alle sind die "Verlierer des Wintermeetings", also die Traber die während der großen Saison keine 30.000 Euro verdient haben. Aubrion Du Gers passt ohne Renngewinne aus dieser Zeit recht gut in die Partie. Die geplante Pause war mangels passender Aufgaben als Wallach ohnehin eingeplant. Als Highlight des Jahres hat der Trainer und Mitbesitzer aber eine Aufgabe für den letzten Sonntag im Mai rausgesucht. Nicht weniger als der Elitlopp steht in diesem Jahr auf der Agenda. Da sollte die heutige Aufgabe doch kein Problem darstellen...?

      Prix De Cauvicourt / 13.45h / 32.000 Euro - 2.200m Autostart
      Zur Wettabgabe: trotto.de/rennen/Trab/Frankreich/Caen/150319030201

      Achtzehn Siege für AUBRION DU GERS (1) aus den letzten neunzehn Starts. Darunter Treffer im halbklassischen "Ducs De Normandie", Prix D´Ete oder im Grand Prix Du Sud Ouest. Wobei Treffer leicht untertrieben scheint - Demonstrationen wäre der bessere Begriff. Aber nach der langen Pause muss man sich schon auf die Aussagen vom Trainer verlassen um den wohl besten Wallach der Welt hier richtig einschätzen zu können: "Er hat den Winter gut überstanden, alles ist perfekt gelaufen. Wie schon letztes Jahr habe ich ihn vor seinem Comeback an Rennveranstaltungen mitgenommen, um dort vor Publikum zu trainieren und ihn wieder an die Rennatmosphäre zu gewöhnen. Er ist bereits gut in Schuss, aber nach der langen Pause natürlich noch nicht bei 100 Prozent. Wir werden ihn vorne ohne Eisen antreten lassen, das wird ihm helfen. Er kennt die Piste in Caen gut und der Autostart wird ihn zusätzlich motivieren. Ich hoffe das es auf Anhieb hinhaut." Auch im Vorjahr nutzte er diese Aufgabe zum Comeback und geht als Titelverteidiger als großer Favorit in das Rennen. Die Frage nach der Gegnerschaft stellt sich nur im Zusammenhang mit der eigenen Leistungsfähigkeit.

      CLIF DU POMMEREUX (4) hat sich schon vor acht Tagen hier präsentiert und in einer ähnlichen Aufgabe einen fünften Platz errungen. Dabei musste David Thomain auf der letzten Halben einen Slalomparcours absolvieren und im Einlauf einen Moment auf die Lücke warten. Die Explosivität fehlte in der Entscheidung dann aber ein wenig. Aus dem zweiten Band hatte es der Hengst aber auch nicht ganz einfach. Das sollte sich heute ändern. Die erste Reihe hinter dem Auto spielt dem Love You-Sohn dann schon eher in die Karten. Seine Spitzenleistung aus diesem Winter, dem dritten Rang im Prix De Blois, ist die beste Empfehlung.

      Für französische Verhältnisse, speziell in dieser Gewinnklasse, ist BLUES DES LANDIERS (6) mit seinen 35 Starts in den letzten zwölf Monaten außergewöhnlich fleißig gewesen. Die vielen Auftritte machten sich aber schon seit langer Zeit im Formenspiegel bemerkbar. Abgesehen von den teilweise aberwitzigen Vorträgen seines Trainers fehlte in den letzten Monaten die Durchschlagskraft. Ganz hart traf es den Wallach am 02. März. Bei einem Schnitt unter der 10er-Marke musste der 8jährige die ersten 1500 Meter allein durch die dritte Spur absolvieren. Ausgepumpt sprang er sich zu Beginn des Einlaufs aus der Partie. Vor acht Tagen bekam er endlich eine Partie für die Moral serviert und wurde erst auf den letzten Metern losgelassen. Der Wallach bedankte sich mit einem kleinen Sprint zum sechsten Platz, und damit in die Nähe von Clif Du Pommereux. Trotz des erneuten vollen Beschlages kann er zur Überraschung auf dem Podest avancieren.

      ALAMO DU GOUTIER (7) besitzt nicht genügend Schnelligkeit um von der ersten Reihe zu profitieren, dafür kann der Wallach auf eine besondere Stärke auf dem letzten Kilometer ins Spiel bringen. Seine Zuverlässigkeit in den Prämien aufzutauchen wurde auch in den gut besetzten Meetingsaufgaben nicht gestoppt. Aktuell holte er sich den fünften Rang in einer Gruppe III-Aufgabe hinter Pferden, die in dem betreffenden Zeitraum der Ausschreibung den Kontostand sechsstellig aufbesserten.

      Mit etwas Verzögerung hat sich COPERNIC DE PLAY (14) nach der kleinen Auszeit um die Jahreswende wieder frischer präsentiert. Zum Jahreseinstand hat der Wallach ohnehin große Namen getroffen. Aber Mitte Februar hätte man sich etwas mehr als die unplatzierte Leistung in dem Rennen der Kategorie B erwünscht. Dennoch scheint der Auftritt weitergeholfen zu haben. Zehn Tage später machte sich der Giant Cat-Sohn mit viel Speed und als großer Außenseiter in der Quinte bemerkbar. Der Speed ist auch aus der zweiten Reihe gefragt, aber die heutige Bahn liegt dem 7jährigen. Vor gut einem Jahr hat er hier mit einem ganz starken Auftritt eine lange Erfolgsserie eingeläutet, auch wenn diese nicht nur Treffer bereithielt. Noch dazu ist er mit fast 25.000 Euro an Renngewinnen einer der formstarken Teilnehmer.

      Hinter dem Favoriten bringen DREAMMOKO (8) und CHARLY DU NOYER (9) die größte Klasse mit in die Partie. Allerdings lässt die Papierform wenig Hoffnung zu. Der Westerink-Schützling wurde Ende des Jahres endlich einmal, mehr oder weniger aus der zweiten Reihe gezwungen, defensiv vorgetragen. Sofort bedankte er sich mit dem kleinsten Geld hinter einem Pulk von bekannten Größen. Aber der Start im Prix Du Luxembourg passte wieder ins alte Muster. Auch wenn der ungünstige Startplatz nicht viel zuließ, landete der Fuchs in der Todesspur und war im letzten Bogen restlos geschlagen. Die 50 Meter Zulage in Agen und vier Eisen bedeuteten natürlich Moralaufbauarbeit. Das gelang in Anbetracht der aufgenommenen Endgeschwindigkeit auch recht gut, auch wenn der einstige Hoffnungsträger des Jahrgangs unplatziert endete. Die Startschnelligkeit wird heute sicherlich ausgespielt werden, was sich in der Gesellschaft als richtig erweisen könnte. Wohin die Zukunft des zweifachen Amerique-Teilnehmers Charly Du Noyer führt, ist hingegen ungewiss. Regelmäßig fällt der Hengst auf den letzten Metern auseinander. Kleine Ansätze wurden in der Folge sofort wieder zerstört. Auch für die Allaire-Farbe dürfte die Taktik offensiv gewählt werden.

      CLARA DU PONTSEUIL (3) hat den Großteil ihrer Gewinnsumme unter dem Sattel verdient. Der Start am 07. März wurde gegen Clif Du Pommereux und Blue Des Landiers aber als Beste des Trios absolviert und brachte den vierten Rang ein. Dabei profitierte die Stute davon schon früher den Speed aufgenommen zu haben, als es für die Gegner möglich war. Eine Formumkehr scheint zu Ungunsten der 7jährigen scheint sehr wahrscheinlich, kann aber dennoch für die Königswette reichen.

      Auch der Mafiosi AL CAPONE JET (5) hat sich in Richtung Trabreiten orientiert und sich dort wieder gehörig um seinen Kontostand kümmern können. Seine lange Pause macht ihn aber zum unberechenbaren Faktor in dieser Partie. Seine Fähigkeiten im Sulky würden sicherlich eine Platzierung zulassen, aber wohin gehen die Ambitionen? Wie immer tritt der 9jährige mit vier Eisen an und gibt in Sachen Beschlag wenig Antworten. Ein Blick auf den Toto könnte weiterhelfen.

      Eine lange Pause beendete BLUES D´OURVILLE (2) vor acht Tagen mit einer erwarteten Platzierung außerhalb der Gelder. Die Laufgewalt des Wallachs sind genau so bekannt wie die Schwierigkeiten des 8jährigen. Immer wieder bringt er sich mit Fehlern um einen möglichen guten Verdienst. Eine Mischung aus gesundheitlichen Problemen und dem Nervenkostüm scheinen die Ursache zu sein. Eine Erfolg, der schon mit einem Platz in Wette realisiert wäre, ist mit vollem Beschlag nicht zu erwarten. Die Arbeit für kommende und passende Aufgaben in der Provinz steht sicher im Vordergrund.

      In der zweiten Reihe wird es für ein ganzes Quartett schwer bis unmöglich in der Wette zu landen. Die zweite Farbe von Sylvain Roger BAD BOY DU DOLLAR (10) kommt aus großen Aufgaben, hat aber, wenn man ihm gerechnet hat, immer wieder enttäuscht. Im Rücken von Aubrion Du Gers zu bleiben, wird eine Herkulesaufgabe. Der in Frankreich bislang erfolglose JONTTE BOY (12) darf in seiner bislang einfachsten Aufgabe auf den Beschlag verzichten. Ein Sprung der unter die ersten Fünf führt, scheint dennoch zu groß. VERSO DU JAAR (13) und AUFEORA (11) konnten schon Monate keine ausreichende Leistung anbieten.

      Tipp:
      AUBRION DU GERS (1)
      CLIF DU POMMEREUX (4)
      BLUES DES LANDIERS (6)
      ALAMO DU GOUTIER (7)
      COPERNIC DE PLAY (14)

      Für die Kombinationen: DREAMMOKO (8) - CLARA DU PONTSEUIL (3)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luba Sonn ()