Alternative zum Zirkel-System

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    • Alternative zum Zirkel-System

      Alternative zum Zirkel-System

      Da ich vor zwei Jahren schon meine Zweifel zum Zirkel-System hatte, hatte ich mich damals mit einigen Aktiven zusammen gesetzt und eine Alternative entworfen. Diese wurde vom HVT abgelehnt.
      Da uns die Realität aber mittlerweile eingeholt hat und der Zirkel nicht wirklich funktioniert würde mich mal die Meinung eines größeres Publikums interessieren.
      Über ein Feedback würde ich mich freuen.
      Dateien
      • Super-Cup.pdf

        (383,68 kB, 267 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Hallo Herr Gruber,

      wesentlich besser als das jetztige System. Die Zirkelrennen haben noch nie Anklang gefunden und spricht leider wieder einmal für die Umgangsweise des HVT. Warum wurde in der Vergangenheit nie mit den Aktiven und Besitzern gesprochen. Immer wurde etwas durchgedrückt, was keiner wollte. Für ganz wichtig empfinde ich auch. Die Traditionsrennen gehören zurück und die Dreifache Krone muss wieder aufgewertet werden. Z.B. das Matadoren Rennen war ein Magnet früher. Da kamen auch viele Ausländer mit sehr guten Pferden. Sowas kann den Sport wieder in die richtigen Schlagzeilen bringen.
    • @hippotel

      Das Diskussionsangebot hat wenig mit "Kuschelkurs" zu tun, da es eine Rohfassung ist. Das Thema Ausschreibungen gehört nicht zu meinen täglich Themen, deswegen würde ich mir auch nicht anmaßen ein perfektes System aus dem Ärmel zu schütteln. Es handelt sich hierbei um ein Gedankenspiel von mir mit einem großen Besitzer/Züchter und einem Trainer.

      Die Basiseinsätze orientieren sich hier jeweils 2/3/4-jährig daran ob ich mich am Anfang des Jahres entscheide, die große oder die kleine Route zu gehen. Dies kann ich jedes Jahr neu entscheiden.

      Ein flexibler Rennpreis lässt sich mit der derzeitigen TRO nicht vereinbaren.
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      Mops schrieb:

      Eine Meinung zum angebotenen Super Cup:

      Angeboten wird es als Alternative zum Zirkel System. Der Schwachpunkt am Zirkelsystem sind mM nach folgende:

      Mißverhältnis Einsatz/ Ausschüttung
      hohe Kapitalbindung seitens des Besitzers zu einem frühen Zeitpunkt im Rennjahr
      hoher Logistikaufwand/ Kosten an der Teilnahme d.h. die Rennen sind querbeet über das Bundesgebiet verteilt, realistischerweise reist heutzutage für einen 5000€ Trial nur noch ein Pferd an, was absolut siegfertig ist

      All das vermeidet der Super Cup nicht wirklich, sondert bildet einen zusätzlichen Kostenfaktor für den Züchter, da dieser die ersten Raten übernehmen muß, aber nicht wirklich über Züchterprämien partizipiert.
      Stuten werden beachteiligt. Eine Stute kostet im Training genauso viel, wie ein Hengst.

      Z.B.

      Es gibt Hobby Züchter und gewerbliche Züchter.

      Der Hobby Züchter behält in der Regel seinen Nachwuchs und bringt ihn selber zum Rennen.
      Folgende Einsätze sind bisher für ein 2015er Fohlen angefallen:

      Breeders Crown Deutschland ( Nennung lohnt sich eigentlich nur noch, wenn die Teilnahme am Hauptlauf angestrebt wird/ Dotation der Entlastungen rechtfertigt die Nennung nicht mehr )
      Breeders Course ( Vorteil: Termine/ Dotationen/ Rennstrecken liegen bereits fest, planbar )
      Breeders Crown Schweden ( bestes Angebot, was Einsatz/ Verhältnis Verdienstmöglichkeit beinhaltet )
      Derby
      Diese Nennungen hält man in der Regel bis Mai 3j aufrecht, dann entscheidet sich meist, ob sich der weitere Aufwand lohnt, oder ob das Pferd nur Durchschnitt wird. Für ein Durchschnittspferd wird man dann auch keine Nennung im Super Cup aufrecht erhalten, schließlich handelt es sich um Rennen, die die Besten des Jahrganges anziehen werden. Die zusätzliche Belastung durch Nenngelder bis dahin: 1200€. Die Teilnahme an 2j Rennen ist rechnerisch gering. Nur 14% eines Jahrganges sind körperlich soweit.

      Für gewerbliche Züchter gibt es nur noch zwei Möglichkeiten der Zucht:

      Absolute gefragte Spitzendeckhengste auf sehr gute Stute und hoffen, das alles gesundheitlich gut verläuft in der Aufzucht. Diese Jährlinge lassen sich noch gewinnbringend europäisch verkaufen. Dies beinhaltet hochpreisige Decktaxen / Kosten der Auslandsbedeckung.
      Möglichst günstig züchten 2. Reihe Deckhengste auf gute Stuten
      Bei Durchschnittsgewinnen von 2500€ pro Rennpferd in Deutschland ist die Refinanzierung über Züchterprämien zu vernachlässigen. Wenn das Pferd ins Ausland verkauft wird, noch ärger.
      Wenn ich das PFerd als Jährling nicht verkauft kriege und 2j immer noch im Stall steht sind die Belastungen für diese Super Cup Nennung ärgerlich und nicht zu erwirtschaften. Folglich werden viele Pferde gecancelt, die Dotation schwindet bereits im Vorfeld und hat dann dieselben Probleme wie das Zirkel System jetzt.

      Selbst vor drei Jahren war dieses Konzept mM nicht mehr zeitgemäß und umsetzbar. Mit den jetzigen Fohlenzahlen nicht durchführbar. Es ist ein Abklatsch der Breeders Crown, welches Züchter belastet, damit Besitzer 3 bis 5 j etwas Renngelder aufnehmen können.

      Fakt ist: für eine zu erwartende Dotation von 10000€ ist ein solcher Aufwand über Jahre im voraus weder für einen Züchter noch für einen Besitzer zu rechtfertigen.
      Hallo Mops,

      vielen Dank für das Feedback.


      Anbei meine Gedankengänge dabei.

      Wenn ich ein dt. Zuchtprodukt vermarkten will, dann brauche ich als Züchter Verkaufsargumente.
      Eine gute Abstammung ist sicherlich schon ein mal ein Argument, aber zu wenig. Viele Käufer wollen ihr Pferd nicht ins Ausland stellen.
      Also brauche ich weiterhin gehobene Rennen hier in Deutschland. Denn auch wenn ich als Züchter ein tolles Pferd gezüchtet habe, dann habe ich nichts davon wenn das Pferd im Ausland startet. Diesen Wegfall der Züchterprämien müsste ich dann schon beim Verkauf auf den Preis draufschlagen. Die Alternative wäre, ich registriere meine Stuten als Züchter in Frankreich oder Schweden. Beides wollen wir auf Dauer nicht wirklich.

      Wenn wir wirklich gehobene Rennen wollen dann müssen wir uns auch Gedanken bezüglich der Finanzierung machen.

      So lange der Züchter sagt, mir ist der Auswand zu viel und der Besitzer nur nennen will, wenn er einen Vollkracher hat, dann müssen wir uns von dem Gedanken des professionellen Sportes lösen. Dann kann das alles nicht mehr funktionieren.

      Wenn es Rennen mit einer Dotation von sagen wir mal 50.000.- € geben sollen dann müssen wir uns auch überlegen wie diese Rennen zu finanzieren sind.

      Und vor allem wer soll sie finanzieren?

      Der Rennverein?
      Der HVT?
      Der Vermarkter?
      Sponsoren?
      Züchter?
      Besitzer?
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      Gruber Andreas schrieb:

      Da ich vor zwei Jahren schon meine Zweifel zum Zirkel-System hatte,
      da waren sie doch sicher der Einzige, der seine Zweifel hatte :D :D (Vorsicht: Sarkasmus)

      Aber was lässt sie glauben, dass zwei Jahre Negativerfahrungen (sie schreiben "Realität"), beim Präsidium ein Umdenken bewirken sollte ?

      Wär ja was ganz Neues, passt doch gar nicht "ins System" ;(

      Ist ja auch typisch, Mann ( ;) ) ist offenbar überzeugt, mit seinem kaum zu durchschauenden ersten "Angebot" den Markt super bedient zu haben. Ist dann weit gefehlt.

      Und Plan B ? Gab's nicht (wegen Unfehlbarkeit ?)

      Statt dessen das ebenfalls schlechte "Angebot" vom Jahr davor. Obwohl Mann ja wusste, daß das nicht ankommt und deshalb sich den neuen (katastrophalen) Zirkel ausgedacht hatte.

      Let's do same procedure as last year. And next year, too.
      Oder wie Oma sagte: nach mir die Sintflut.
    • Aber hier mein Eindruck zum Zirkel 4+5j.

      Ein völlig unübersichtlicher Wust von diversen
      Rallyes, Trials 1-3, Split’s, Serie 1, Serie 2, Haupt- und Nebenläufen, Trophy‘s, Stutenrennen vielleicht, vielleicht aber auch nicht.

      Wer sollte da noch durchsteigen ? Da wird doch eher die Seriosität angezweifelt.
      Die unsägliche BreedersCourse –Erfahrung vom letzten Jahr trägt auch noch dazu bei:

      Verlässlichkeit tendiert gegen Null.

      Eine bessere Lösung hab ich z.Zt. nicht parat.

      Erstens, weil ich mich damit nicht beschäftigt habe (also müsste), und zweitens es ja eigentlich die Aufgabe des Präsidiums und Geschäftsführung ist und sein sollte, SITUATIONSGERECHT und im Sinne der Züchter und Besitzer ihre Arbeit zu verrichten.

      Aber so werden Mängel offensichtlich.
    • Benutzer-Avatarbild

      Gruber Andreas schrieb:


      Die Alternative wäre, ich registriere meine Stuten als Züchter in Frankreich oder Schweden. Beides wollen wir auf Dauer nicht wirklich.
      Frankreich ist Quatsch, wurde schon gesagt.
      Und Schweden: kann es sein, dass wir es als ZÜCHTER auf Dauer MÜSSEN !!??


      Wenn wir wirklich gehobene Rennen wollen dann müssen wir uns auch Gedanken bezüglich der Finanzierung machen.

      Richtig, aber es werden immer weniger, die es sich erlauben können oder Lust haben am "Besitzer-Roulette" teilzunehmen.

      Warum?
      Da kommen wieder die Rahmenbedingungen und die Gesamtsituation ins Spiel: Frust über miese Zukunftsaussichten, Frust über Verbandspolitik, Frust durch Erfolglosigkeit, Frust über Rennleitungen, FrustFrust Frust...

      ..... müssen wir uns von dem Gedanken des professionellen Sportes lösen. Dann kann das alles nicht mehr funktionieren.

      ..der Wahrheit ins Auge geschaut !!


      Wenn es Rennen mit einer Dotation von sagen wir mal 50.000.- € geben sollen dann müssen wir uns auch überlegen wie diese Rennen zu finanzieren sind.
      Und vor allem wer soll sie finanzieren?
      Der Rennverein? nein
      Der HVT? Lach :D :D :D
      Der Vermarkter? Wer ???
      Sponsoren? zZt noch, altersbedingt vielleicht begrenzt
      Züchter? wovon ??
      Besitzer? warum noch (s.o.)