Versuch einer PMU-Bilanz im 1. Halbjahr

    • Dieses Thema wurde keines. Warum wohl nicht?



      Gassner stellt objektive Zahlen zusammen. Ein Umstand, den der HVT gerne vernachlässigt. Zahlen behalten sie dort lieber für sich. Leider. Aber die hier Interessierten wissen, dass es immer nur zu Strohfeuer reicht. Einer wirklichen Diskussion mag sich hier kaum einer noch stellen. Entweder wird sie getrollt oder ein Austausch der Argumente bleibt aus, weil es zielstrebig persönlich wird und sich einige dann zurückziehen.

      Das ist eine gute Zusammenfassung. Eine Anpassung der tatsächlichen Zahlen würde zu einer weiteren Veränderung der Zahlen führen und zwar in Richtung höherer Einnahmen. Wiederholt wurde darauf hingewiesen, dass die PMU Rückflüsse Begehrlichkeiten geweckt haben und dazu führten, Teilbeträge in den Haushalt des HVT einzustellen. Das muss kritisch gesehen werden.

      Es wird eingewandt werden, dass der geschätzte Mittelwert in Höhe von 200.000 ® Umsatz pro Rennen nicht in jedem Fall erreicht wird und dass vor allem das erste und zweite Rennen einer Frühveranstaltung und die letzten Rennen der Abendveranstaltungen oft knapp darunter liegen. Das ist richtig. Diese Feststellung muss aber vor dem Hintergrund gesehen werden, dass je näher eine Veranstaltung der Reunion I oder II liegt desto höher werden die Umsätze. Wenn es dann noch Bahnen der Kategorie A sind, liegen wir oft über 300 000 €. Insoweit ist es korrekt, den Mittelwert mit diesem Betrag anzusetzen, wenn die offiziellen Zahlen nicht vorgelegt werden. Es kann aber jeder selbst feststellen, wie hoch die Umsätze im PMU Bereich (Festumsätze und Internet) sind oder waren. Da auch meine Zahlen nicht offiziell sind, stelle ich sie auch nicht ein. Es wäre Aufgabe des HVT seine Kassen öffentlich zu machen. Da dies seit Jahren nicht geschieht bleibt viel Raum für Spekulationen, die zu nähren, ist ein Vorwurf den die Geschäftsführung sich gefallen lassen muss.

      Demgegenüber sind die Kosten eines PMU Renntages in Ansatz bringen. Und die zusätzlichen Erträge durch Provisionen, Übertragungsrechte, Wettumsätze durch eigene Wettangebote oder durch Außenwetten.

      Sich auf die PMU Provisionen zu verlassen wäre dann zulässig, wenn es Verträge gäbe, die langfristig belastbar sind. Da der Deutsche Trabrennsport es versäumt hat, wesentliche Teile des Vertrages zu erfüllen, ist nicht gesichert, dass der Status quo aufrechterhalten werden kann. Die Führungslosigkeit des HVT und die mangelnde Kooperationsgemeinschaft der Rennvereine sind ursächlichlich für das Ausbleiben verlässlicher Investitionsgrundlagen. Ohne die sind Investition nicht zu erwarten. Es fehlen nachvollziehbare Konzepte in den Ausschreibungen und die faktisch ab 50 Tsd € nach oben offenen Rennen sind wenig durchdacht und eher geeignet, potentielle Starter ins Ausland zu treiben. Die Ausschreibungen sind dann ein wichtiges Steuerungsmittel, wenn in ihnen eine Linie erkennbar wäre und die möglichen Startfrequenzen schlüssig wäre. Bei vermindertem Startpotential müssen die Interessen der Besitzer und möglichen Investoren viel mehr Beachtung finden und vor allem auf Breitenwirkung geachtet werden. Die mangelnde Anzahl auch der französischen Startpferde ist wesentlich darauf zurückzuführen.

      Dass auch einige Rennvereine ihre Hausaufgaben nicht machen dürfte klar sein. Dass einige sehr bemüht sind auch. In Hamburg werden die Entscheidungen der Vergangenheit - gegen die PMU - sicher insgeheim bereut werden, aber die wurden nicht im Verein entschieden, sondern vorgegeben.
    • Ich habe als reiner Beobachter festgestellt,daß hier im Traberwesten in
      jüngster Vergangenheit viele TF-Traber an den Rennen bis 1000 GWS
      teilgenommen haben. Dementsprechend sollte wohl auch noch eine
      gewisse "Dunkelziffer" vorhanden sein.
      Warum also gibt es keine relevanten Rennen für diese Traber? Da käme
      man seitens des HVT seiner Bringschuld doch etwas näher,oder nicht?